Greif dreht das Spiel nach der Pause

von am 7. Juni 2016 in FSV Einheit Ueckermünde, Torgelower FC Greif

Greif dreht das Spiel nach der Pause
rechts Robert Jager (Torgelow) hat gerade zum 1:2 getroffen und jubelt © Andy Buenning

Das Derby zwischen dem FSV Einheit Ueckermünde und dem Torgelower FC Greif endete 1:2. Zur Halbzeit führte Einheit noch 1:0.


„Vor den Jungs, die auf dem Platz standen, kann ich nur den Hut ziehen“, lobte FSV-Trainer Thorsten Bergin die Leistung seiner Mannschaft. Trotz der knappen 1:2-Niederlage im Derby gegen den Ortsnachbarn Torgelower FC Greif hatte der Übungsleiter nicht viel zu kritisieren. „Wir haben uns bis zum Ende gewehrt. Keiner hat sich hängen gelassen“, zollte Bergin Respekt an seine Spieler.

Die Sätze waren mit Wehmut vermischt, denn für Thorsten Bergin war es am Sonnabendnachmittag der letzte Arbeitstag im Ueckermünder Waldstadion als Trainer beim FSV. „Ja, ich höre auf“, machte Bergin sein Weggang öffentlich. Vor dem Spiel informierte er seine Mannschaft. Vielleicht gab das noch einmal einen zusätzlichen Schub bei den Einheit-Kickern um dem Coach mit einem guten Ergebnis ein Geschenk zu machen. Danach sah es im ersten Durchgang auch aus. Einheit spielte vor 400 Zuschauern einen guten Ball. Der Tabellendritte aus Torgelow fand nur schwer ins Spiel. So gingen die Hausherren in der 34. Minute in Führung, nachdem Greif-Torwart Rene Hartleib den Ball 30 Metern vor dem Tor verspringen lies. Adam Liszczak nutzte diesen Lapsus gnadenlos zur um jubelten 1:0-Führung aus. Greif verzeichnete danach noch mehr Spielanteile. Aber vorerst brachte das noch keine Spielwende. „Wir waren fiel am Ball, mehr nicht“, monierte Trainer Tomasz Grzegorczyk die Leistung seines Teams bis zum Seitenwechsel.

In der Kabine fand der Greif-Coach die richtigen Worte und Maßnahmen. Gleich nach Wiederanpfiff (47.) traf Einwechsler Mateusz Trzebiatowski zum 1:1-Ausgleich. Keine 5 Minuten später (52.) köpfte Robert Jager nach einem Eckball das 2:1-Führungstor für den Tabellendritten. Nach einer kurzen Schockphase, kämpfte sich aber Einheit wieder zurück ins Spiel. Dabei ließ Greif die Hausherren am Leben und verpasste bei mehreren Torchancen die Spielentscheidung. Von den Fans angetrieben ging der FSV über die Schmerzgrenze hinweg und hatte in der Schlussphase zwei dicke Möglichkeiten für das Ausgleichstor. Erst kratzte „Eisenschädel“ Marcin Mista auf der Torlinie den Ball gerade noch so weg. Wenig später bügelte René Hartleib seinen Fehler aus der 1. Halbzeit wieder weg und parierte blitzschnell in der 93. Minute den Flachschuss von Marcus Vinicius da Silva Freitas. „Ein Unentschieden wäre für Beide gerecht gewesen.

Wir hatten die Chancen mindestens einen Punkt zu holen“, ärgerte sich Thorsten Bergin hinterher etwas. Für seinen Kollegen Tomasz Grzegorczyk waren die drei Punkte allerdings verdient. „Das war ein Arbeitssieg für uns“. Apropo Arbeit: Diese nimmt Thorsten Bergin nach fünf Jahren Tätigkeit beim FSV Einheit in guter Erinnerung mit. „Ich ziehe ein positives Fazit. Hier bei Einheit waren es wunderschöne Jahre. Für unseren Rahmen, hatten wir maximalen sportlichen Erfolg. Wir haben alle sehr gut zusammen gearbeitet“, sagte Bergin mit schwerer Stimme.

Einheit: T. Beyer – Deppner, Liszczak, Gehrke – Pereira, Thiel – Achterberg, Reinke (80. Sucher), da Silva Freitas – Eggert, Celeban (65. Celeban)

Greif: Hartleib – Kotula, Mista, Jager, Szych, – Jandt (87. Ganovsky) – Garloch, Ciolek (80. Runge), Juszczak – Tiede (46. Trzebiatowski), Bylicki

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