Einheit feiert Derbysieg gegen Greif

von am 18. April 2015 in FSV Einheit Ueckermünde, Torgelower FC Greif

Einheit feiert Derbysieg gegen Greif
Siegjubel Trainer Torsten Bergin (Einheit) mit Rafal Janik (Einheit) © Andy Buenning

Ausgerechnet im Duell mit dem Torgelower FC Greif glückt dem FSV Einheit mit 2:1 der erste Rückrundensieg.

Das Wort Wahnsinn machte am Sonnabend im Waldstadion nach dem viel umjubelten 2:1-Sieg gegen den Torgelower FC Greif die Runde. Total losgelöst feierten die Kicker des FSV Einheit Ueckermünde und ihre Fans den Überraschungserfolg im Derby gegen den „großen“ Nachbarn aus Torgelow.
„Wir haben das ganze Spiel großartig gekämpft“, war FSV-Coach Torsten Bergin begeistert von seinem Team.
Ausgerechnet gegen Greif endete die Negativserie von sieben sieglosen Partien am Stück mit den ersten drei Punkten in der Rückrunde. „Das bringt uns unvorstellbar viel Selbstvertrauen zurück“, weiß Bergin. Einheit klettert mit 18 Punkten nun auf Platz zwölf hoch und hat 8 Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.
Genau so groß ist der Rückstand von Greif auf Tabellenführer Anker Wismar gewachsen. Damit dürften die Träume spätestens am Sonnabend für die Meisterschaft bei den Torgelowern geplatzt sein. „Das ist zur Zeit zu wenig, um Meister zu werden. Wir haben zu einfache Fehler gemacht. Insgesamt war das heute eine schlechte Leistung von vielen Spielern.“, redete TFC-Trainer Tomasz Grzegorczyk nach der peinlichen Niederlage Klartext.
Die Gastgeber kamen im Waldstadion vor 530 Zuschauern gut ins Spiel. Schon in der 3. Minute setzte René Thiel mit einen Freistoß, der links halbhoch knapp das Ziel verfehlte, den ersten Mutmacher.
Greif hatte Probleme, sich gegen die hoch motivierte Einheit-Kicker zu behaupten. Dabei machte es der Tabellenzweite dem Außenseiter sogar einfach in Führung zu gehen. Torwart Nico Barz verlor weit außerhalb seines Kasten den Ball. René Thiel traf zielsicher zum 1:0 (14.). Kurz darauf hatte Greif sogar Glück, dass Kay Reinke (16.) nur den Pfosten traf.
„Besonders die ersten 20 Minuten waren eine Katastrophe. Wir waren Mental nicht da“, war Tomasz Grzegorczyk nicht einverstanden mit dem Spielbeginn.
Dann wurde aber sein Team stärker und Martin Kopecky (22.) besorgte den 1:1-Ausgleich. Nun begann die beste Phase von Greif.
Aber Marcin Juszczak (30.), Martin Kopecky (33.) und Lukas Krüger (42.) nutzen die Schwächen von Einheit nicht aus.
Nach der Pause hatte Einheit die erste Möglichkeit. Kay Reinke (47.) setzte den Ball übers Tor. Greif bemühte sich danach gegen einsatzstarke Ueckermünder in Führung zu gehen. Doch die Gastgeber kämpften um jeden Ball. In der 52. Minute entschärfte FSV-Keeper Tim Beyer ein Geschoss von Sebastian Szych.
Mit zunehmender Spielzeit wurde Einheit dann immer frecher. Über Fehler und Konter suchte der Aufsteiger seine Chance.
In der 72. Minute dann der nächste Patzer vom Greif-Torwart Nico Barz. Einen Freistoß von Karsten Eggert ließ der junge Torwart abprallen. Im Nachsetzen traf Martin Paulsen zur gefeierten 2:1-Führung.
Am Ende riskierte der TFC immer mehr. Eine Lücke in der Einheit-Abwehr tat sich aber nicht mehr auf. Der Gastgeber hatte sogar noch einige Konterchancen. Spielte diese aber nicht konsequent aus.
Enttäuscht war nach dem Spiel Greif-Trainer Tomasz Grzegorczyk.
„Ich will aber unseren Torwart nicht die alleinige Schuld geben für die Niederlage. Solche Fehler können passieren. Leider haben sie uns 3 Punkte gekostet“.
Erleichtert und glücklich war nach dem Derbysieg Einheit-Trainer Torsten Bergin: „Am Ende haben wir sogar verdient gewonnen, weil Greif sich zu sehr auf ihre Außenspieler verlassen hat“,
Sein Freund und Trainerkollege Tomasz Grzegorczyk zeigte sich trotz der bieteren Niederlage als fairer Verlierer. „Kompliment an Ueckermünde. Kampf und Wille hat heute gegen unseren Fußball gewonnen“,

EINHEIT: T. Beyer – Deppnen, Liszczak, R. Ciolek, Janik (64. Soyeuax) – Achterberg, Trottnow, Thiel, Paulsen (75. R. Beyer) – Reinke (89. Bartel), Eggert

GREIF: Barz – Kotula, Mista, Jager – Jandt – Krüger, Grosch (69. Zabel), Juszczak, Kopecky – P. Ciolek (Szych), Trzebiatowski (78. Pucknat)

TORE: 1:0 Thiel (14.); 1:1 Kopecky (22.); 2:1 Paulsen (72.)

SR: Andreas Streich (Rostock)

z.Z.: 530

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